Leben Sie online? Unumgänglich ist es heutzutage, nicht mehr im Brockhaus nachschlagen zu müssen, sondern über jedes Thema das Internet konsultieren zu können. E-Mails haben längst zu einem großen Teil die persönliche Kommunikation mit Nachbarn, Geschäftspartnern und weiter entfernten Gesprächspartnern zu einem blitzschnellen und direkten Austausch werden lassen. Bis hierhin sind Deutsche in den letzten Jahren von der Deutschen Telekom AG begleitet worden, die sich immer mehr auch als DSL-Anbieter und Mobilfunkprovider entwickelt hat. Die neue Generation des Internets heißt nun: LTE. Hinter der Abkürzung verbirgt sich die englische Wortkombination "Long Term Evolution", was soviel bedeutet wie: "Entwicklung auf lange Sicht hin". Eigentlich sagt dieser Begriff noch nichts über die Art und Weise der Technologie aus, die in naher Zukunft jedem Menschen das Internet zur Verfügung stellt, egal an welchem Ort, zu welcher Zeit und mit welchem Endgerät er dies anfordert. Es handelt sich um Frequenzen der multimedialen Übertragung, die bisher noch nicht für die breite Öffentlichkeit zugänglich waren. Allein Ü-Wagen von Rundfunk und Fernsehen konnten Live-Reportagen von jedem Ort in jeden Haushalt übermitteln - jetzt steht diese Bandbreite auch dem Privatnutzer von Mobilfunk, Fernsehen, Radio und Internet zur Verfügung. In Deutschland erst nur probeweise: T-Mobile testet in Wittstock und Bonn und wird einer der ersten Anbieter sein, die konkrete LTE Tarife T-Mobile im Jahre 2010 auf den Markt bringen. Dass es funktioniert, steht fest. Bei der Technologiemesse in Barcelona nahmen Insassen eines Fahrzeuges (während es sich mit 65 km/h fortbewegte) und feststationierte Spieler an ein- und demselben Onlinespiel teil, bei welchem es um schnelle Spielerreaktionen, somit um zuverlässige Übertragungsraten gehen musste. 170 MBit pro Sekunde wurden im LTE-Versuchsfeld an die jeweiligen Rechner übermittelt. 2014, so heisst es für Deutschland, wird totale Flächendeckung herrschen. Das heißt: Erschwingliche Flatrates werden mit neuartigen Empfangsgeräten Handyfunktionen, Informationen aus dem Internet und Programme von Sendeanstalten auch in gebirgigen oder bewaldeten Haushalten vollständig verfügbar machen; selbst eine gesamte Zugfahrt könnte dann im Internet erlebt werden. In Stockholm und Oslo ist dies bereits seit Dezember der Fall, in Peking ebenfalls.